Über uns

Hinterher wurde 2012 von Peter Hornung in München gegründet. Als Schreiner und Architekt baute er mit raw & fine viele Jahre Möbel in einer kleinen Manufaktur im Glockenbachviertel. Für die Arbeit in der Stadt war der Lieferwagen jedoch oft das falsche Werkzeug: zu groß, zu schwerfällig im ständigen Stau, immer auf der Suche nach einem Parkplatz.

Also entstand eine einfache Idee: ein Fahrradanhänger, der funktioniert wie ein Schweizer Taschenmesser – robust, funktional, modular und reparierbar.

Nach fünf Prototypenserien war klar: Das ist mehr als nur eine praktische Lösung für die eigene Werkstatt. Es ist ein durchdachtes System für den Alltag in der Stadt.

Heute sind Hinterher-Anhänger weltweit tausendfach im Einsatz. Für Gestaltung, Funktion und Nachhaltigkeit wurden sie vielfach ausgezeichnet – entscheidend ist für uns aber vor allem eines: dass sie im Alltag zuverlässig funktionieren.

Die Freiheit deines Fahrrads. Erweitert

Fahrräder sind echte Meisterwerke der Effizienz. Auf diesem Konstrukt aus Rohren und einer cleveren Antriebsmechanik bewegen wir uns mit dem effizientesten Fortbewegungsmittel der Menschheitsgeschichte. Das Gefühl von Freiheit beim Radfahren bleibt für viele von uns ein Leben lang lebendig.

Das Fahrrad hat eigentlich nur Vorteile: Es ist günstig in Anschaffung und Unterhalt, es ist leicht und nimmt nicht viel Platz ein. Es hält uns fit, ist nahezu überall erlaubt und findet immer einen Parkplatz. Besonders in der Stadt ist es unschlagbar schnell, vor allem auf den typischen Distanzen. Es verursacht keine Abgase und keinen Lärm – und ist für andere Verkehrsteilnehmer vergleichsweise harmlos.

Mit dem Fahrrad lässt sich vieles besser erledigen als mit dem Auto - und mit unseren Fahrradanhängern erweitert sich das Spektrum auf nahezu alle Alltagstransporte. Mit einem Anhänger wird jedes Rad zum Lastenrad.

Wie muss ein Fahrradanhänger aussehen?

Wir haben uns gefragt, wie ein perfekter Fahrradanhänger aussehen muss, der für verschiedenste Transporte flexibel einsetzbar ist – vom Einkauf bis zum Weihnachtsbaum. Diese Flexibilität erreichen wir mit unserem genialen Aluchassis. Im Gegensatz zu anderen Herstellern, die auf Rohre und Stoffbespannung setzen, haben wir ein komplett CNC-gefrästes Aluminiumchassis entwickelt, das präzise gekantet und geschweißt wird und zahlreiche Sonderfunktionen beinhaltet. Dadurch erhalten wir eine steife, aber leichte Basis, bei der nichts vom Anhänger herunterrutschen kann. Der umlaufende Rand erleichtert den Transport von Kisten und Boxen, während die Seitenwände Öffnungen für Spanngurte und Befestigungspunkte für Zubehör bieten. Viele unserer Innovationen, wie z.B. die seitlichen Schlitze für Spanngurte, wurden mittlerweile kopiert – ein Beweis für die Qualität und Innovationskraft unserer Arbeit. Hinterher wächst mit Ihren Anforderungen und lässt sich an nahezu alle Transportaufgaben anpassen. Was auch immer Sie vorhaben - mit Hinterher wird es leichter.

Wandlungsfähig

Unsere Anhänger lassen sich mit den verschiedensten Fortbewegungsmitteln nutzen und kombinieren. Ob mit dem Fahrrad, weiter zu Fuß, in Bus und Bahn oder auf der langen Wanderung - der Hinterher ist für all diese Fortbewegungsarten perfekt ausgerüstet oder lässt sich mit Zubehör weiter optimal anpassen. Dabei lassen sich diese Modi in wenigen Sekunden werkzeuglos wechseln. Weil man den Hinterher zudem mit ein paar Klicks in ein flaches Paket verwandeln kann, lässt er sich auch im Auto, im Camper oder ICE problemlos transportieren und in jedem Keller, Flur oder der Garage platzsparend aufbewahren. Denn die meisten Menschen benötigen nicht jeden Tag ein Lastenfahrrad oder einen Bollerwagen.

Ausgewogen

Wir suchen nach einer sinnvollen Balance aus Eigengewicht, Transportkapazität und Anhängergröße. Unser Grundsatz dabei ist maximale Einfachheit bei größtmöglicher Qualität: Alles Überflüssige wird weggelassen, um Platzbedarf, Gewicht und Serviceanfälligkeit zu minimieren. Diese mühsame Suche nach dem optimalen Design ist aufwendig. Das Ergebnis wirkt oft selbstverständlich – lässt sich aber kaum noch weiter verbessern.

Unsere Radl-Anhänger können mit entsprechender Ausstattung bis zu 200 kg transportieren, und wir kennen sogar Fälle drastischer Überladung. Doch bereits bei etwa 100 kg Anhängegewicht stößt ein Fahrrad mit Fahrer an seine Grenzen. Für die heutige Fahrradinfrastruktur – und für die meisten Fahrräder und ihre Fahrer – halten wir das für ausreichend.

Noch höhere Zuladungen haben weitreichende Konsequenzen: Die Fahrzeuge verlieren zunehmend die Eigenschaften eines Fahrrads und nähern sich der Motorrad- und KFZ-Technik an. Je größer die Last, desto größer, schwerer und teurer müssen die Systeme und Komponenten werden. Mit „Fahrradfahren“ hat das dann immer weniger zu tun.

Auch im Alltag werden große und schwere Anhänger schnell unpraktisch. Auf Radwegen werden sie zum Störfaktor und potenziellen Risiko für andere Verkehrsteilnehmer. Wie beim Auto entsteht zudem ein Abstell- und Parkplatzproblem. Auf der Straße stehen sie entweder im Stau oder bewegen sich im fließenden Verkehr als vergleichsweise langsame Systeme mit hohem Flächenverbrauch und geringer Transportleistung im Vergleich zu Transportern oder LKW. Gleichzeitig steigen technische Anforderungen und Risiken: Für große Lasten sind zuverlässige Auflaufbremsen erforderlich, viele Bauteile müssen massiv verstärkt werden und werden zu Spezialteilen oder stammen aus der Motorradtechnik. Das führt zu steigenden Kosten sowie zu höherem Service- und Wartungsaufwand.

Damit verlassen wir den Bereich der klassischen Fahrradtechnik, die eigentlich von Einfachheit und überschaubaren Kosten lebt. Am Ende wedelt der Schwanz mit dem Hund: Solche Systeme werden fast nur noch motorisch bewegt, während der menschliche Anteil an der Antriebsleistung kaum noch eine Rolle spielt. In diesem Grenzbereich des professionellen Warentransports konkurrieren ohnehin zahlreiche Fahrzeugkonzepte, die hinsichtlich Gewicht, Flächenverbrauch, Reichweite und Transportkapazität oft sinnvollere Lösungen bieten als riesige „Transportfahrräder“, die eigentlich nicht mehr zur Radweginfrastruktur passen.

Diese Einsicht in ein sinnvolles Verhältnis von Größe, Kapazität und Kosten haben wir uns über viele Jahre erarbeitet – auch durch eigene, aufwändige Entwicklungen wie den E-Schubanhänger oder den Paletti, einen Anhänger zum Transport einer Europalette, für den wir den Bayerischen Staatspreis für Innovation erhalten haben. Manche dieser Projekte sind dennoch nicht in die Produktion gegangen, weil sie aus unserer Sicht den entscheidenden Punkt verfehlt hätten: die einfache, robuste und alltagstaugliche Logik des Fahrrads zu bewahren.

Zukunftsfähig und haltbar

Die technische Entwicklung beim E-Bike ist rasant: Alle paar Jahre gibt es die nächste Motorengeneration, alles entwickelt sich weiter. Wie schön ist es da, dass es noch Produkte wie unsere gibt, die nicht veralten können.

Ein Hinterher bewegt sich auf einem qualitativ so hohen Niveau, dass man ihn nur mit extrem viel Aufwand und Kosten überhaupt noch marginal verbessern könnte. Er veraltet deshalb nicht, sondern passt sich an Ihre Anforderungen an. Auch nach Jahren kann man ihn noch problemlos umbauen, erweitern, upgraden. Aus diesem Grund finden wir auch die Kombination aus Fahrrad oder E-Bike plus Anhänger so bestechend. Antrieb und Ladefläche sind getrennt, so daß aus jedem Fahrrad ein Lastenrad wird und der Anhänger all die Vorteile eines hochwertigen, aber einfach aufgebauten Produkts behalten kann. Ohne viel Wartungsaufwand oder Serviceanfälligkeit. Die Ladefläche kann jederzeit flexibel angekoppelt werden. Und jeder ambitionierte Radfahrer weiss, wie wichtig ihm sein ideal passendes Fahrrad ist. Das kann weitergenutzt werden, bei Bedarf einfach mit Anhänger. Dies ist ein nicht zu unterschätzender weiterer Vorteil des Anhängers gegenüber dem Lastenfahrrad. Die meisten Lastenräder sind nur in einer Einheitsgröße erhältlich und lassen sich ergonomisch kaum anpassen an geometrische Vorlieben und körperliche Gegebenheiten.

So kann perspektivisch jede neue E-Bike-Generation mit all ihren Vorteilen gleich als motorisierter Lastentransporter extrem flexibel genutzt werden.

Verantwortung

Die Entstehung von Hinterher basiert auf unseren Erfahrungen im städtischen Verkehr, die uns die Notwendigkeit einer Mobilitätswende deutlich vor Augen führten. Auch unsere Abneigung gegenüber minderwertigen Wegwerfprodukten prägte die Entwicklung. Seit Anfang an wollen wir einen positiven Beitrag zur Verkehrswende und zum Klimaschutz leisten. Unsere Firma orientiert sich in allen Bereichen an den Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens, einer lebenswerten Gesellschaft und der Gemeinwohlökonomie – ein ambitioniertes Ziel, das immer wieder durch zahlreiche Hindernisse herausgefordert wird. Billigproduktion in Asien, übermäßige Bürokratie, hohe Standortkosten und minderwertige Kopien unserer Ideen sind nur einige der Hürden.

Dennoch setzen wir konsequent auf Lösungen, die diese Herausforderungen berücksichtigen. Unsere Zulieferer kommen hauptsächlich aus Süddeutschland, wenige aus dem europäischen Ausland. Wir leben Zero Waste, recyceln 98 % unserer Verpackungen und setzen auf Kreislaufwirtschaft sowie ökologische Verpackungen. Der CO2-Fußabdruck der Firma und ihrer Mitarbeiter wird genauso beachtet wie die Förderung der Fahrradmobilität. Unsere Mitarbeiter fahren Fahrrad oder E-Bike, wofür wir eine eigene Servicewerkstatt bieten.

Unsere Fahrradanhänger unterstützen aktiv die Mobilitätswende. Alle Produkt- und Materialentscheidungen treffen wir nach Nachhaltigkeitskriterien und verwenden so wenig umweltschädliche Materialien wie möglich. Es bleibt noch viel zu tun auf dem Weg zu einer vollständig nachhaltigen Wirtschaftsweise, aber jeder kleine Schritt ist ein Fortschritt. Wir freuen uns, diesen Weg gemeinsam mit Ihnen weiterzugehen.